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Pädagogischer Tag zum Thema "KulturSchule"

"Unbedingt bewegen" – ob mit oder ohne Strümpfe/n den Raum zu erfahren, Konzentrations- und Kennenlernspiele einzuüben, als Gruppe eine Situation als Standbild darzustellen ("Ich bin die Laterne - Und ich bin der Hund, der an die Laterne pinkelt…"), Warm Ups und Bewegungsspiele für den Unterricht kennenzulernen – der Workshop zeigte, dass man im Unterricht vieles an Bewegung einsetzen kann. Beim "Wetterbericht" zum Beispiel "malen" die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig den Wetterbericht auf den Rücken vom "sanften Regen" über "festen Hagel" bis hin zum "Glatteis mit Rutschgefahr".


Mit Müllsäcken Musik zu machen, war bisher sicherlich den Lehrkräften unbekannt, die im "Percussion"-Workshop verschiedene Möglichkeiten kennenlernten, mit ganz einfachen Mitteln Rhythmus am eigenen Körper zu erleben. Alles, was einen Klang ergab, diente als "Trommelfläche" – Bewegung und Klang zeigten, wie es gelingt, im Klassenzimmer Spaß zu haben, weil improvisierte Instrumente und die eigenen Stimme beim Lernen helfen, z. B. bei rhythmisch untermalten Merksätzen, beim Vokabeln-Lernen oder beim Kennenlernen in der Gruppe, bei dem man die Namen der anderen "trommelt".

Unter anderem mit den Mitteln der Pantomime und der szenischen Darstellung („Ich bin ein Chromosom- und du“) ging es im Workshop "Naturwissenschaften spielend begreifen" darum, den Schülern komplexe naturwissenschaftliche Inhalte erfahrbar zu machen und sie zu festigen. Die Teilnehmer lernten neben verschiedenen Bewegungs- und Rollenspielen auch, wie im Unterricht beim "Bio-Tabu" biologische Begriffe erraten werden müssen. Auch z. B. das Erstellen eines Werbespots für einen Aspekt des Bio-Unterrichts (z. B. Biom, verschiedene Vitamine) oder eine Dia-Show (z. B. zur Fotosyntheseformel) sind als Mittel, Unterrichtsinhalte anschaulicher zu machen, denkbar. Auch Standbilder (z. B. durch die Schüler das Koordinatensystem darstellen zu lassen) … Podiumsdiskussionen, „Gelehrtenkampf“

 

"Ordnung und Chaos" – dieser Workshop zeigte den Teilnehmern Übungen zur Vertrauensbildung und zur gelungenen Interaktion mit Schülern und Kollegen. Die Teilnehmer lernten, wie man mit unerwarteten Situationen ("Chaos") im Unterrichtsalltag umgehen kann. Improvisationsübungen, Vertrauensübungen (Ein schönes, ungewohntes Bild: Eine "kleine" Schülerin führt den "großen" Lehrer, dessen Augen geschlossen sind, nur mit Hilfe ihrer Hand auf seinem Rücken sicher durch den Raum) und Kennenlernspiele gaben Impulse für einen anderen Schulalltag. Wie gelingt es, Schülern mehr Verantwortung zu geben, wann ist es sinnvoll, eine "Statusänderung" (in der Regle gibt es in der Schule einen hierarchisch bestimmten "Status": Schulleitung-Kollegium-Schüler) vorzunehmen? Diese Fragen wurden im Workshop eingehend diskutiert.

Technisch unkompliziert Videos drehen und in den Unterricht einbauen – das war das Anliegen des Workshops "Video für alle – inspirierend, motivierend". Die Teilnehmer erstellen nach eigenen Ideen Videosequenzen mit der Videokamera, dem Fotoapparat oder dem Fotohandy und lernten zu unterscheiden, wie verschiedene Einstellungen (z. B. "Totale", "Halbtotale", "Close up") oder gezielte Kamerabewegungen die Wahrnehmung des Zuschauers beeinflussen.

  • Was passiert z. B. mit dem Zuschauer, wenn die Kamera in schneller Bewegung um eine Figur herumfährt?

Im Unterricht können diese filmtechnischen Mittel dann von Lehrern und Schülern gezielt eingesetzt werden.

"Ich – Du – Wir" – unter diesem Motto ging es um Kooperation in der Schule. Durch Übungen aus der Theaterpädagogik und verschiedenste Kooperationsübungen

  • Was haben wir gemeinsam? Ist es nur die Schuhgröße oder kommen wir aus dem gleichen Wohnviertel?
  • Wie kommen wir uns näher – in der Klasse und in der Schule allgemein?
  • Konzentrieren wir uns wirklich auf den anderen oder sind wir ständig abgelenkt?

lernten Lehrer und Eltern, wie ein vertrauensvoller Kontakt in der Klasse hergestellt werden kann. Eine "pantomimische Schlägerei" zeigte z. B. eine Möglichkeit des Aggressionsabbaus zwischen Schülern, ein gemeinsam gemaltes Bild der Rudolf-Koch-Schule demonstrierte mögliche Gruppenarbeiten.


Gruppengedichte nach Bildern anfertigen, Rollentexte nach vorgegebenen Portraits schreiben, Dialogimprovisationen („Du sitzt im Zugabteil, eine dir fremde Frau steigt ein, ein Gespräch beginnt anhand der Frage nach dem Anschlusszug – wie geht es weiter?“) verfassen und ein gemeinsames Ereignis aus verschiedenen Perspektiven erzählen – das waren Übungen für die Teilnehmer des Workshops "Themen in Szenen verwandeln – Szenisches Schreiben". So wurden z. B. zu einem vom Schreibenden ausgewählten Bild Sätze fortgesetzt, die unter anderm mit "Ich muss…" oder "Ich träume…" beginnen und die entstandenen Texte wurden in der Gruppe vorgetragen – spannend sind bei einer solchen Übung dann die Reaktionen der Zuhörer auf die oft sehr persönlichen Texte, dafür gibt es –in diesem Workshop wie im Klassenzimmer– ausreichend Raum. Immer geht es bei dieser Art des Schreibens auch um den Verfasser der Texte selbst, um seine Empfindungen und Erlebnisse – und um die Auseinandersetzung der anderen damit.


Für das Catering hatten sich zwei Leistungskurse (zur Aufbesserung ihrer Studienfahrts-Kasse) bereit erklärt:
Kaffee & Kuchen, Tee, Obst, Canapees und Kekse bot der LK Q 1 Deutsch von Frau Radloff sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag (also über sieben Stunden lang!) an.

Für das "Internationale Mittagsbuffet" sorgte der LK Q 1 Englisch von Frau Stiller – die Auswahl war riesig - es gab Angebote aus zahlreichen Ländern: Salate, Suppen, Teigtaschen, Snacks und und und….

Beide Kurse boten sehr, sehr leckere Sachen an und waren unermüdlich im sehr freundlichen Einsatz. Es schmeckte allen sichtlich wunderbar – an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön für diese wunderbare Versorgung!

Zum Auftakt des Pädagogischen Tages zogen alle Teilnehmer in einer Polonaise durch die Aula - daher gab es schon zu Anfang in vielen Gesichtern ein Lächeln.

Den Pädagogischen Tag beschloss ein "Drum Circle" – 70 Menschen mit unterschiedlichen Instrumenten trommelten, was das Zeug hielt – ein wunderbarer Höllenlärm.