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Film-Projekt-Team der RKS trifft Robert Malzahn

Malzahn ist unter anderem Co-Produzent des türkisch-deutschen Films „Labyrinth“ und auch bekannt für sein Erstling „Kiss and Run“ aus dem Jahre 2001. Er arbeitet als Produzent für das Frankfurter Film-Unternehmen „Stoked Film“.
Das Team, bestehend aus Vivi Thurm, Rhiannon Malter, Maria Zachariou, Samuel Kramer, Sophie Pump und Julia Reisinger, konnten an diesem Tag den Ausführungen in das Leben des Produzenten folgen und einen Einblick in das Werk eines Produzenten erhalten.

Ein Produzent, wie sich für Rhiannon herausstellte, ist derjenige „der auf Millionen von Euro sitzt, verteilt und kalkuliert“. So sind Kosten von 1,2-1,5 Mio € schon für einen Tatort normal. Diese Summen müssen im Vorhinein durch Fördergelder aller Art aber auch den Rundfunkbeitrags-Gebühren, die jeder deutsche Haushalt zahlen muss, eingeholt werden, ehe es überhaupt zum Dreh eines Filmes kommt. Dabei spielt sich im Grunde die meiste Arbeit vor und nach dem eigentlichen Filmen ab, wie Malzahn ausführt. Bei einem Film, dessen komplette Produktion 3-4 Jahre dauern kann, sind oftmals nur 20-30 Drehtage angesetzt.

Malzahn erklärt auch anhand eigener Produktionen, von denen das Team ein paar Ausschnitte zu sehen bekam, welche Arbeit dahinter steckte und wie viel soziales Leben gerade in Zeiten des Drehs zum Stillstand kommt. Was dabei herauskommt ist natürlich am Ende ein Werk auf das man stolz sein kann und wenn man Glück hat einen Hit, der als Blockbuster auch viel Geld einbringen kann. Gleichzeitig trägt ein Produzent auch das Risiko des kompletten Flops, der bei Fehlern in der Einordnung von Fördergeldern auch zu einem herben finanziellen Verlust führen kann.

Vivi, Maria und Julia fanden den Tag sehr informativ, insbesondere, da Malzahn so viel zu erzählen hatte. Auch dass er seine Karriere ohne Studium absolvierte und sich von klein auf hocharbeitete, imponierte ihnen. Samuel holte aus, dass er die Informationen schwer einzuschätzen fand, da sie ihm „wie in einer anderen Welt“ vorkamen. Angetan gab er sich aber davon wie sympathisch der Produzent war.
Sophie, die vor diesem Treffen zumindest noch durchaus die Vorstellung hatte, Produzent zu werden, war nach dem Treffen etwas vorsichtiger. Der Alltag schien ihr doch „sehr schwer, anstrengend und bürolastig.“

Insgesamt war es aber ein schöner Tag für alle zum Abschluss ihres ersten gemeinsamen Filmes, der mit einem bio-vegan-glutenfreiem Eis in der Nähe der Frankfurter Kleinmarkthallte endete. Einen umfassenden Einblick hat das Team nun nicht zuletzt vom Alltag eines Produzenten erhalten, sondern auch durch das Drehen ihres Kurzfilms „Wortspiel“, das hier ab dem 18. Juli auf der Homepage zu sehen sein wird.

Bis dahin verabschiedet sich das Team der RKS mit ihrem Reflexionsvideo zur Projektarbeit.

Reflexionsvideo zum Projekt "Wir?Kultur?Schule?" from RKS Offenbach on Vimeo.