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Was ist Zukunft? Besuchen Sie Laras Box!

"Wir sind alle Zeitenwandler!" Das ist kein Ausspruch aus "Zurück in die Zukunft", sondern der rote Faden der Ausstellung von 10 SchülerInnen der Rudolf-Koch-Schule in der Galerie Tristan Lorenz in Frankfurt, die sich nach dem Abitur "ihren" Zukunftsfragen stellen müssen. Wussten Sie, dass es viele professionelle Künstler gibt, die es nie in eine Galerie schaffen? Nein? Einigen der RKS-SchülerInnen war das auch nicht bewusst, bevor sie im Rahmen des vom Fachverband Kunstpädagogik und Frankfurter Galerien gesponserten Projektes "Schule trifft Galerie trifft Schule" eine der sechs Schul-Ausstellungen gestalten durften. "Das ist eine riesen Ehre!", sagt Dennis Hintze, der eine Collage aus schwarz-weiß Drucken "ohne Titel" präsentierte, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darstellten. Nicht nur Dennis hat eines seiner Werke verkauft. Kaum glauben konnten es auch Chiara, Lena Artelt und Jacqueline Limon, die rote "verkauft"-Punkte neben ihren Werken entdeckten. "Das gibt Selbstbewusstsein", sagt Chiara Morgano. "Am Morgen des Aufbaus konnten wir uns keine Vorstellung daraus machen, wie aus dem Chaos an Werken jemals eine geordnete Ausstellung werden soll und jetzt…schauen Sie selbst", kommentiert Lena ihre Eindrücke. Die SchülerInnen, die sich hauptsächlich aus dem Leistungskurs von Aylin Ucar rekrutierten, kannten nicht alle Werke vorher. Daher war der Aufbau auch wie eine Art Schatzkiste, die nicht nur entdeckt, sondern auch geordnet werden musste. Die Aufregung wurde von Aylin Ucar positiv gelenkt und mündete in eine unglaublich positive und professionelle Veranstaltung, die nicht nur heimische Besucher interessierte. Alexander McBride aus Irland war mit einem Freund aus Norwegen spontan im Galerieviertel unterwegs und stellte bewundernd fest, dass ihm nicht aufgefallen sei, dass es sich um Werke nicht professioneller Künstler handele. Er selbst ist Street Art und Graffiti-Künstler. Das Projekt fügt sich perfekt in das Konzept der Rudolf-Koch-Schule als KulturSchule ein. "Hier wird Kunst der Öffentlichkeit präsentiert. Davon lebt Kunst und die Arbeiten der SchülerInnen werden auf besondere Weise gewürdigt! Das macht mich stolz", sagt Schulleiterin Christiane Rogler bewegt. Tristan Lorenz, der Inhaber der gleichnamigen Galerie, begleitete den Abend der Eröffnung am 22. April mit sichtlich guter Laune, obgleich er keinen Cent aus den Verkäufen einnimmt. "Warum ich das tue? Das sehen Sie doch! Das Haus ist voll und wir kommen in Dialog. Darauf kommt es an. Ich möchte die Menschen an die Hand nehmen und die Berührungsängste vor Kunst und Galerien nehmen. Es sind alle herzlich eingeladen." Die Ausstellungen waren bis 24. April zu sehen.

Informationen unter: www.bdkhessen.de