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Schüleraustausch 2015 - Gegenbesuch aus St. Geniès de Malgoirès, 2. Teil

"Zu Bacharach am Rheine,
wohnt eine Zauberin,
die war so schön und feine,
und riss viel Herzen hin.
[…]
Da lehnt sie sich hinunter,
und stürzet in den Rhein."


In der Geschichte von Clemens von Brentano passiert natürlich bis zum Tod der Loreley so allerlei und es wird von viel Herz und Schmerz berichtet. Er begleitete die Austauschgruppe am Montag an den Rhein; nach der Schiffs- und Liftfahrt lernten die Schülerinnen und Schüler etwas über die deutsche Romantik, den Schmerz am und um den „Vater Rhein“ sowie die Sehnsüchte um die Loreley. Das Wetter passte, die Sicht war wunderschön und die Gruppe wandelte auf geschichtsträchtigen Pfaden und Tunnel – durch die Zauberhöhle geht es in absoluter Finsternis – zum Niederwalddenkmal. Ein französischer Schüler konnte in einem kleinen Referat die einzelnen Bereiche des kriegerischen Denkmals erklären. Bravo!
Am vorletzten gemeinsamen Tag – dem Dienstag – war Fotoshooting: Oberstufenschüler entwickelten mit der Austauschgruppe ganz besondere Andenken für die Austauschpaare: Halb – Halb – Bilder, zu sehen sind Beispiele in der Fotostrecke. Parallel gaben die Schülerinnen und Schüler ihre Bilder ab, die sie zu den verschiedenen vorgegebenen Themen „geschossen“ hatten: Bilder mit kleinen Figuren nach dem Vorbild von „Slinkachu“ (ein Blick im Internet lohnt sich!), Perspektive, Verfälschung, Leben auf der Straße und Armut, Unschönes. Eine Auswahl dieser Bilder ist nun als kleine Ausstellung an der RKS aber auch im Collège Frederic Desmons in Frankreich zu sehen.
Am Nachmittag hing die Gruppe wie die Affen in den Bäumen: im Kletterpark musste so mancher seine Ängste überwinden. Bei einem selbstorganisierten Fest am Schultheis Weiher beendeten die Jugendlichen ihre gemeinsame Woche.
Ein letzter Vormittag mit Spielen und Andenkenübergabe machte den Abschied nicht leichter; einige Tränen liefen. So hoffen natürlich wir Lehrer, dass einige über den Austausch hinaus den Kontakt halten und sich vielleicht sogar privat besuchen. Zwei Schülerinnen haben sich auf alle Fälle für das Austauschprogramm „Brigitte Sauzay“ entschieden.
Aus Lehrersicht: Ein rundum toller Austausch mit einer netten Gruppe!
Bis zum nächsten Austausch also – vielleicht sogar mit Dir?!


(U. Frühauf, 22.6.2015)