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30.01.2020
16.00 - 18.00 Uhr: Tag der offenen Tür - Informationen, Führungen, Schnupperunterricht, Projektvorstellungen u.a.

Demokratie live - Der Klassenrat

Im Klassenrat haben die Schülerinnen und Schüler das Sagen: Es werden Klassenkonflikte gelöst, Probleme mit Lehrern diskutiert, aber auch Ausflüge geplant oder die Sitzordnung geändert. Ziel ist es, in jeder Sitzung eine Lösung für jedes Anliegen zu finden, um in der darauffolgenden Sitzung zu überprüfen, ob die angestrebte Lösung praktikabel ist. So wird es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht zu erfahren, wie demokratische Prozesse funktionieren. Gleichzeitig lernen sie, das Lernen und Zusammenleben in einer Klasse eigenverantwortlich zu gestalten und zu organisieren.

Der Klassenrat findet in einem Stuhlkreis oder in einer ähnlich aufgelockerten und gemeinschaftsfördernden Sozialform statt. So wird der Unterschied zum regulären Unterricht deutlich.

Die Vergabe fester Rollen mit klaren Rechten, Anforderungen und Pflichten trägt entscheidend zum Gelingen des Klassenrats bei. So werden für jede Sitzung ein Vorsitzender, ein Protokollant sowie ein Regel- und ein Zeitwächter gewählt. Auch der Lehrer ist einfach nur ein Mitglied des Klassenrats. Diese – anfangs ungewohnte – Situation erfordert ein wenig Übung, zeigt aber, dass die Schülerinnen und Schüler den Klassenrat als ihr eigenes Gremium begreifen, das sie selbst gestalten und das dazu beiträgt, das Klassenklima positiv zu beeinflussen. Außerdem hat es den Vorteil, dass die Problemlösung zwischen Tür und Angel entlastet wird.

Der klar strukturierte Ablauf jeder Sitzung bildet ein Gerüst für Diskussionen und Entscheidungsprozesse und erfolgt nach folgendem Schema:

  • Klassenrat eröffnen
  • Protokoll vorlesen und überprüfen, ob die Beschlüsse umgesetzt wurden
  • Tagesordnung festlegen
  • Anliegen besprechen und Lösungsvorschläge abstimmen
  • Klassenrat abschließen

Die Themen für die jeweilige Sitzung werden innerhalb der Woche im Klassenrats-Briefkasten gesammelt.

Der Klassenrat ist eine Initiative des Projekts Gewaltprävention und Demokratielernen (GuD) und wir haben an unserer Schule damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

S. Hofmann