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Trialog der Kulturen

Den „Trialog der Kulturen“ rief die Herbert Quandt-Stiftung im Jahr 1996 ins Leben. Den Wettbewerb unter Schulen gibt es seit dem Schuljahr 2005/2006.

Nach einer erfolgreichen Teilnahme im Jahr 2006, mit einem zweiten Platz beim ersten Wettbewerb ist die Rudolf-Koch-Schule nun ausgewählt worden, sich am laufenden Wettbewerb „Fremde – Heimat – globale Welt“ mit dem Projekt „Trialog ums Mittelmeer“ zu beteiligen.

Die Ziele des Schulenwettbewerbs „Trialog der Kulturen“ hat die Stiftung so formuliert:

  • Die Schüler sollen ihre religiösen und interkulturellen Kompetenzen weiter entwickeln. Diese Kompetenzen tragen zu einem verständnisvolleren Umgang in Schule und Gesellschaft bei, unterstützen die Identitätsbildung der Schüler und helfen Vorurteile abzubauen. Weiterhin fördern sie die Integration
  • Die Schüler sollen sich mit den kulturellen Traditionen von Judentum, Christentum und Islam auseinandersetzen und so besser gesellschaftliche und politische Entwicklungen sowie deren Hintergründe verstehen
  • Die gemeinsam erarbeiteten Projekte sollen das soziale Lernen und den Zusammenhalt der Schulgemeinschaft fördern
  • Die Schule kann ihre fächerübergreifende Zusammenarbeit stärken
  • Die Schule kann ihre Projektmanagementkenntnisse erweitern und ihr Schulprofil schärfen

Beim ersten Wettbewerb „Schulen im Trialog – Europäische Identität und Kultureller Pluralismus“ stand das Theaterstück „Melancholie der Ankunft“ im Mittelpunkt. Drei Schüler/innen aus dem damaligen Kurs Darstellendes Spiel Jahrgang 12 nahmen ihre Herkunft und Migration aus Ghana, Afghanistan und dem Kosovo nach Deutschland / Offenbach zum Ausgangspunkt einer szenischen Aufführung. Safiye Can, eine junge Autorin aus Offenbach entwickelte mit den Schülerinnen des Literaturkurses ein Romanprojekt („Die wundersame Stadt und der Imam der Kirche“). Im Kunstunterricht entstanden großformatige Schrift-/Bildtafeln mit bedeutsamen Texten aus den Herkunftsländern der Schüler/innen. Zwei Abitur-Präsentationen im Klingspormuseum waren thematisch am Trialog ausgerichtet, „Wo bist du zu Hause?“ und „Die Welt zu Hause in der RKS“ und waren ein Leseprojekt in der Mittelstufe bzw. ein Projekt im Jahrgang 11, das ein Lehrer im Vorbereitungsdienst parallel zur Fußball-WM mit den Schüler/innen zur Ausstellung brachte.

Beim gegenwärtigen Projekt „Trialog ums Mittelmeer“ möchte die Rudolf-Koch-Schule ein „trialogisches Gesamtkonzept“ entwickeln, das dem Profil der Schule einen besonderen und authentischen Akzent verleiht.

Die inhaltliche Ausrichtung orientiert sich dabei an vorgegebenen bzw. vorhandene Strukturen und institutionellen Bedingungen:

  • In den Fachkonferenzen – besonders im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld – werden im Kontext der Einführung von Bildungsstandards trialogische Themen und Unterrichtseinheiten für das Schulcurriculum entwickelt
  • In der Einführungsphase der Oberstufe werden für die im Rahmen des Methodenlernens verpflichtend vorgeschriebenen Facharbeiten und Präsentationen interkulturelle bzw. interreligiöse Themen angeboten und bearbeitet
  • Themen und Aufgabenstellungen der Abitur-Präsentationsprüfungen stehen im Zusammenhang mit dem Trialog
  • In der Projektwoche gibt es zahlreiche Angebote, die sich mit Migration, kultureller Herkunft und interkulturellem Zusammenleben auseinandersetzen.
  • Im Projekt „Lesescouts“ (Schüler/innen ab dem Jahrgang 8 unterstützen die „Kleinen“ beim Lesen) befassen sich die Schüler/innen mit ausgewählten Büchern zum Wettbewerbsthema „Trialog ums Mittelmeer“ und werden abschließend ein Schaufenster einer Buchhandlung in Offenbach gestalten
  • Die Fixierung und Dokumentationen der inhaltlichen Ergebnisse finden Eingang in eine „Trialog-Wikipedia“, die Weiterarbeit, diskursive Auseinandersetzung und langfristige Präsenz trialogischer Themen nach sich ziehen wird

Schließlich wird es am Ende des Schuljahres eine Aufführung geben:

In der Einführungsphase kommen viele Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Offenbacher Schulen in die Rudolf-Koch-Schule. Ein Kooperationsprojekt dieser Jahrgangsstufe mit den Kursen Literatur, Darstellendes Spiel und Kunst, in dem mit der Schriftkünstlerin Tanja Leonhardt Szenen zum Thema „Liebe im trialogischen Kontext“ entwickelt worden sind, konkretisiert die Idee des interkulturellen Zusammenlebens im Rahmen des Wettbewerbs kreativ vor Ort!


Erste erfolgreiche Teilnahme am "Trialog der Kulturen"