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Pädagogischer Tag zur Entwicklung eines aktuellen Leitbildes

Am 16.06.2011 traf sich das Kollegium mit einigen Eltern und Schülern, um an einem aktuellen Leitbild zu arbeiten.

Was ist ein Leitbild?

Ein Leitbild gibt Antwort auf die Frage: Welche Schule wollen wir sein, was zeichnet uns besonders aus? Welche grundsätzlichen, allgemeingültigen Vorstellungen haben wir über unsere Ziele? Welche Verhaltensweisen gelten an der RKS und welche Haltungen werden entwickelt?

Wozu dient ein Leitbild?

Ein Leitbild dient der Verständigung nach innen und außen:

  • nach innen, indem wir uns darüber verständigen, was uns wichtig ist, uns verbindet und was wir erreichen wollen. Das erhöht die die Motivation und Identifikation.
  • nach außen, indem andere (Schüler, Eltern, Stadt und Öffentlichkeit) erfahren, was sie von uns erwarten können. Das schärt unser Profil.

Warum ein neues Leitbild jetzt?

Das letzte Schulprogramm mit Leitbild wurde 2002 verabschiedet. Die meisten jetzigen Lehrerinnen und Lehrer waren damals noch nicht an der RKS. Auch hat sich der Blick auf die Schule seit dem verändert.

Nach Vorarbeit der Strategiegruppe Schulprogramm wurde unter der Moderation von zwei Beraterinnen zu folgenden sechs Themenfeldern in zwei Durchgängen gearbeitet und dazu jeweils kurze Leitsätze formuliert.

Themen für die Gruppenarbeit (Stellwand):

Umgang mit Heterogenität

  • Umgang mit verschiedenen Kulturen, Akzeptanz, Lehren und Lernprozesse, Differenzierung
  • Neugier auf das Andere
  • von Unterschieden lernen

Lebensraum Schule

  • Wohlfühlen, Ganztag, Räume, Gesundheit, kulturelle Angebote

Umgang miteinander

  • Konfliktlösung, Kommunikation, Wertschätzung, Anerkennung
  • gegenseitige Unterstützung, gemeinsam lernen
  • Zuwendung

Förderung individueller Entwicklungsprozesse

  • Lust am Lernen, Forschergeist
  • soziales Lernen, Förderungsangebote, Ich-Stärke, individuelle Lernanreize,
  • ästhetisches Erfahrungslernen

Öffnung der Schule nach außen

  • Verankerung im kulturellen Umfeld

Mitgestaltung

  • politische Praxis
  • Mitwirkung der Eltern und Schüler
  • Interesse, Einbringen, aktiv mitwirken -Rechte und Pflichten wahrnehmen
  • Befragen (hinterfragen)

Leistungsanforderungen in der G8 Schule

Folgende vorläufige Leitsätze wurden formuliert:

Leitziele der RKS

Umgang mit Heterogenität

1. Wir erkennen an, dass wir eine Schule mit heterogener Schülerschaft, besonders in den Bereichen kultureller Hintergrund und Leistung sind.

Bemerkungen:

  1. Problem mit Formulierungen „wir“ und „erkennen an“
  2. „Wir verstehen uns als eine Schule, deren Schülerschaft sich sowohl hinsichtlich des kulturellen Hintergrunds als auch der vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten heterogen/vielfältig zusammensetzt.“

2. Wir nehmen Vielfalt als Chance wahr.

3. Wir fördern den Prozess von Toleranz, Verstehen und Anerkennung.

4. Wir bieten besondere Möglichkeiten zur Kompensation von Leistungsdefiziten.

Bemerkungen:

  1. Tandems (S helfen S)
  2. frühzeitige Leistungsevaluation in Klassen 5 und E

5. Wir kooperieren mit den Herkunftsschulen, besonders in den Bereichen Methoden, Sozialformen und Inhalte.

6. Wir vermitteln Wissen sowohl über den eigenen kulturellen u. sozialen Hintergrund als auch über den der anderen, um das gegenseitige Verständnis zu fördern.

Bemerkungen:

  1. „kulturelle Integration“: Aus Stühlen eine Bank machen.
  2. Ausblick: „Wie können wir mit d.H. im Unterricht/U-Organisation konkret umgehen?

Mitgestaltung

1. Wir verstehen uns als lebendige Schule, schaffen Freiräume und laden ale zur Mitgestaltung ein.

Bemerkungen:

  1.  „Lebendige Schule“ soll bedeuten, dass ein steter Wandlungs- und Anpassungsprozess stattfindet (Anpassung an die Verhältnisse in der und Bedürfnisse der Schulgemeinde) – also vielleicht „dynamische Schule“.
  2. Freiräume für Gestaltungsprozesse
  3. Mitgestaltung fordern, nicht dazu einladen, ggf. Begriff „auffordern“.

2. Wir geben jedem die Chance, sich einzubringen und sich somit zugehörig und anerkannt zu fühlen.

3. Wir übernehmen Verantwortung und setzen uns aktiv für unsere Interessen ein.

Bemerkung:

  1. Bitte ursprüngliche Formulierung: „Wir warten nicht, dass etwas passiert, sondern werden aus eigenem Antrieb aktiv.“ einbinden.

4. Wir sorgen dafür, dass Entwicklungsprozesse für die Schulgemeinde nachvollziehbar sind.

5. Wir streben an, wichtige Entscheidungen gemeinsam, transparent und ergebnisoffen zu treffen.

Bemerkung:

  1. 4 & 5 zusammenfassen, z.B.: „wir gestalten die Entscheidungsprozesse gemeinsam (Betroffene=Beteiligte), ergebnisoffen und transparent“.

Förderung individueller Entwicklungsprozesse

1 . Wie nehmen eigene Stärken und die der anderen wahr und nutzen diese, um uns für Neues, Anderes, Fremdes zu öffnen.

Bemerkung:

  1. Wie soll das gehen? Geht das überhaupt?
  2. Um das zu erreichen,
  • nutzen wir die Vielfalt,
  • würdigen wir Leistung,
  • schaffen wir Räume und Zeiten für kreative, kognitive und soziale Entwicklungsprozesse.

Bemerkungen:

  1. Wir beraten und helfen bei außerschulischen Unterstützungsleistungen (z.B. Bildungspaket).
  2. Wir beraten und helfen bei der Bewerbung um Stipendien.
  3. Wir beraten und helfen bei der Organisation von Auslandsaufenthalten & Sprachzertifikaten.

3. Wir knüpfen bei Lernprozessen an den Interessen aller an und fördern Forschergeist.

4. Wir erkennen und fördern besondere Begabungen und helfen beim Ausgleich von Schwächen durch innere Differenzierung im Unterricht und durch zusätzliche Angebote.

5. Wir unterstützen vernetztes, globales Denken durch fächerübergreifendes und –verbindendes Lernen.

Umgang miteinander

1. Wir schaffen eine Atmosphäre, in der alle wertgeschätzt und angenommen werden.

Bemerkung:

  1. Wir suchen und pflegen das gemeinsame Gespräch. Dabei gilt:
  • Wir nehmen uns gegenseitig ernst, indem wir uns zuhören und die Sichtweise des Gegenübers wahrnehmen.
  • Wir achten aufeinander und helfen uns gegenseitig.
  • Wir gehen Konflikte offen an und suchen gewaltfrei gemeinsam nach einer Lösung.
  • Wir stellen Transparenz her, indem wir gegenseitige Erwartungshaltungen regelmäßig klären.
  • Wir fördern eine Kultur des Fragens und Hinterfragens.

Lebensraum Schule

Wir gehen gerne in die Rudolf-Koch-Schule.

1. Wir sind offen und höfflich und gehen respektvoll miteinander um.

2. Wir sind verantwortlich für die Gestaltung unserer Schule und pflegen sie gemeinsam.

Bemerkung:

  1. Wir sind verantwortlich für die Gestaltung der Räume, für Ordnung und Sauberkeit.

3. Wir setzen uns für eine gewaltfreie und sichere Schule ein.

4. Wir schaffen eine gesundheitsfördernde Atmosphäre, achten auf Rückzugsmöglichkeiten und Pausen.

Bemerkung:

  1. Atmosphäre zum Wohlfühlen statt „gesundheitsfördernde Atmosphäre“

5. Wir nutzen die kulturelle Vielfalt und fördern die individuelle Persönlichkeit.

6. Wir handeln ökologisch verantwortlich und nachhaltig.

Bemerkung:

  1. Wir räumen im Lehrerzimmer auf!

Öffnung der Schule nach außen

1. Selbstbewusst in die Zukunft gehen.

2. Wir bewahren Altes und fügen Neues ein.

Bemerkung:

  1. Wir verbinden Tradition(elles) mit Neuem.

3. Wir binden uns in unser sozio-kulturelles Umfeld ein (z.B. Sandgasse, Kulturquartier usw., außerschulische Lernorte, Kooperationspartner wie HfG etc.).

4. Wir stellen das Bild einer (sich stetig entwickelnden) dynamischen Schule dar.

5. Wir fördern.

Bemerkung:

  1. Wir fördern, gestalten und zeigen unsere kulturelle Vielfalt.

6. Wir wollen wahrgenommen werden und tragen unser Tun nach außen.

Umgang mit Leistungen

1. Leistungen sind für uns ein positiver Wert – Leistungen werden von uns honoriert.

2. Wir machen Leistungsanforderungen transparent und Leistungsbewertung nachvollziehbar.

3. Wir heben den Wert von Leistung hervor und fördern das Streben nach Leistung in allen Fachbereichen.

4. Wir arbeiten engagiert und diszipliniert.

5. Wir informieren über Leistungsanforderungen und zeigen alternative Bildungswege auf.

Bemerkungen:

  1. Wir setzen die G8-Anforderungen konsequent um.
  2. Vergleichbarkeit innerhalb von Jahrgangsstufen und innerhalb eines Faches.

Fortsetzung der Arbeit an den Leitzielen:

Die Strategiegruppe Schulprogramm hat bereits begonnen, die einzelnen Themenbereiche zu überarbeiten und aufeinander abzustimmen. In diesen Prozess werden in den nächsten Wochen weitere Vorschläge von Schülerinnen und Schülern einfließen, die den Entwurf des Pädagogischen Tages sichten und kommentieren. Wir hoffen, dass wir bis zu den Weihnachtsferien eine gültige Formulierung erarbeiten können.