05.12.2022
18.00 Uhr - Schulkonferenz
09.12.2022
Q3: 12.10-13.45 Uhr - Studieninformationstag
09.12.2022
Q1: 16.00-17.30 Uhr - Online-Termin "Arbeiterkind"
13.12.2022
19.00 Uhr - Weihnachtskonzert
19.12.2022
8: 15.30-17.30 Uhr - Fußballturnier
21.12.2022
E: 8.30-12.10 Uhr - Volleyballturnier
21.12.2022
Beginn der Winterferien nach der 3. Stunde
22.12.2022 - 07.01.2023
WINTERFERIEN
23.01.2023
E: 13.45-15.00 Uhr - Zeugniskonferenz E-Phase
23.01.2023 - 03.02.2023
9+Q1: Betriebspraktikum
24.01.2023
5-7: 11.25-16.00 Uhr - Zeugniskonferenz
25.01.2023
8-10: 11.25-16.00 Uhr - Zeugniskonferenz
30.01.2023 - 03.02.2023
Projektwoche
02.02.2023
15.00-18.00 Uhr -
Tag der offenen Tür
03.02.2023
Ende des 1. Halbjahres
Zeugnisausgabe, Unterrichtsschuss nach der 3. Stunde

Besuch des Kultusministers an der RKS – Dankeschönaktion mit buntem Programm und viel Zeit für Fragen

Kultusminister Lorz bedankte sich für die Beteiligung der Rudolf-Koch-Schule am Filmdreh für die neue Kampagne zur Förderung des Lehrer*innenberufes mit einem bunten Programm und viel Zeit für ein Interview.

"Der war wirklich zum Anfassen! Ist das ein Minister?", war eine der Fragen, mit der die Schüler*innen der Rudolf-Koch-Schule ihre Bewunderung ausdrückten für den Besuch des Hessischen Kultusministers Prof. Dr. R. Alexander Lorz am 20. Juli 2022. Danke wollte er sagen für das Engagement der Rudolf-Koch-Schule beim Filmdreh für die Imagekampagne des Hessischen Kultusministeriums zur Förderung des Nachwuchses im Lehrer*innenberuf. Er sei genau richtig an dieser Schule, die sich bisher durch besondere kulturelle Bildung mit ästhetischen Zugängen in allen Fächern (KulturSchule) und einer immens engagierten Schüler- und Lehrerschaft ausgezeichnet habe. Vormittags gab es kreative Poetry Slam Workshops mit Lars Ruppel, die neue Talente zum Vorschein brachten und einfach viel Spaß bereiteten. Nachmittags haben Donut-, Eis-, Crêpe- und Getränkestände die rund 300 Schüler*innen bei sommerlichen Temperaturen auf dem Pausenhof verköstigt. Musik, Spikeboards und wertschätzende Worte haben die ferienreife Schülerseele belohnt und unterhalten. Nicht nur die Schüler*innen und deren Leistung wurden in der Begrüßungsrede herausgehoben, auch die der Lehrer*innen. Schule sei ein organisches Gebilde, in dem alle Beteiligten eng zusammenarbeiten. Es gehöre eine immense Kraftanstrengung, auch seitens der Bildungsverwaltung dazu, dem hohen Anspruch einer Schule für Alle mit möglichst individueller Förderung gerecht zu werden. Dazu brauche es gutes Personal in Form von motivierenden und engagierten Lehrer*innen. Und diese Kräfte gelte es unter anderem mit der Kampagne zu finden oder neue Impulse für die Wahl dieses Berufes zu geben.
Während der Feierlichkeiten musste und wollte sich Lorz auch ausführlich den kritischen Fragen von David Deubel (10 c) und Jassin Khatem (Q1 PoWi) in einem Interview vor 80 Schüler*innen stellen. So fragten Deubel und Khatem gezielt nach der Wirksamkeit der Imagekampagne zur Bekämpfung des Lehrer*innenmangels und wiesen auf die größer werdenden Belastungen und mangelnden Karrierechancen dieses Berufsbildes hin. Lorz sprach von Impulsen, die man gesellschaftlich setzen könne, eine Wirksamkeit lasse sich nicht in Zahlen messen. So müsse man aufklären, wie der Lehrerberuf heute und in Zukunft aussehe. Die Lehrkraft werde zur Lernbegleiterin oder zum Lernbegleiter in einer selbständigeren, eigenverantwortlicheren digitalen Arbeit der Schüler*innen, die von Projektarbeit geprägt sein werde. Schon heute profitierten die Lehrer*innen von dem kompetenzorientierten Unterricht, der freieres und individualisierteres Unterrichten möglich mache. Auch mit der Agentur für Arbeit fahre man eine Kampagne und in der Kultusministerkonferenz arbeite man mit Nachdruck an einer Umstrukturierung. Die Bezahlung des Lehrer*innenberufes an sich bewerte Lorz als sehr positiv, nur in der Schweiz und Luxemburg verdiene man mehr. An den Karrierechancen arbeite das Hessische Kultusministerium tatsächlich bereits strukturell. Durch die Digitalisierung und Entbürokratisierung sollten die Lehrer*innen entlastet werden. Das könne aber nur Schritt für Schritt gehen, da es zum Beispiel insbesondere im Bereich der Digitalisierung an Fachkräften mangele. Mit Großkonzernen könne man nicht konkurrieren und müsse leider teilweise immer noch Lehrkräften die Implementierung übertragen. Immer wieder betonte der Minister, dass es an Geld nicht mangele, Millionen und aber Millionen wurden und werden für die Digitalisierung freigegeben, ebenso für die erheblichen Mehrbelastungen durch Flüchtlingsströme und die Pandemie. Er wisse, dass das Geld zurzeit noch nicht überall und kurzfristig Abhilfe schaffen könne, allerdings gehe es deutlich voran. So sei die Digitalisierung mit allen Problemen, die noch zu lösen seien, deutlich vorangetrieben worden. Daher startete auch gerade das Fach „Digitale Welt“ zunächst an zwölf Schulen in Hessen.
Angesprochen auf das doch veraltete dreigliedrige Schulsystem aus dem Kaiserreich, erwiderte Lorz, dass die Vielfalt der Bildungsabschlüsse auch viele individuelle Möglichkeiten biete. Er setze lieber auf die größtmögliche Durchlässigkeit zwischen den Stufen und Schulen als das System in Gänze zu verwerfen. Ebenso verhalte es sich mit der von Deubel und Khatem angesprochenen Modernisierung der Fächer, die doch auch mehr auf das praktische Leben vorbereiten sollten. Der Bildungskanon habe seinen Sinn, nämlich einen Querschnitt über Möglichkeiten zu geben, betonte Lorz. Fächer wie Meditation sollten in Zusatzangeboten wie in AGs aufgefangen werden. Das heiße aber nicht, dass nicht auch solche Angebote im Laufe einer gesellschaftlichen Entwicklung irgendwann in den Kanon aufgenommen würden. Die Erstellung von Steuererklärungen, Führung des Haushaltes oder auch Wohnungssuche sehe Lorz nicht Teil von Schulunterricht. Unpraktikabel, nicht in der Tiefe begreifbar und individuell verschieden seien die Inhalte. Vielmehr solle zum Beispiel der PoWi Unterricht fragen, warum es Steuern gebe und welche Funktionen sie erfüllten.
Gefragt nach den Schüler*innen, die das Jahr aufgrund der Pandemie nicht schaffen, verwies Lorz auf das Programm Löwenstark, welches noch bis 2024 nicht nur fachliche Unterstützung, sondern auch psychosoziale Hilfe biete. Grundsätzlich seien die Durchfallquoten nicht höher als in den vergangenen Jahren, allerdings wisse auch er, dass es für manche zu schwer war. Warum nicht ein Jahr mehr nutzen? Warum sieht man Jugendliche, die sich länger Zeit nehmen, nicht als eigenverantwortlich handelnde Individuen an? Denn darum gehe es doch! Möglichst hohe Individualisierung. Ein Bildungsprogramm für jedes Individuum sei ein Ziel, das zwar unmöglich scheine, für Lorz aber immer Antreiber seiner Bemühungen sei.

Grüße in die Sommerferien von Kultusminister Lorz © HA Hessen Agentur GmbH